Sommer Winter

Zillertal im Altweibersommer

Zillertal im Altweibersommer

… mit den Gletschetten on Tour! Nach dem üblichen Hin und Her in der Terminfindung, ohne welches diese Reisegrupppe nicht dieselbe wäre, gings quasi auf den letzten Abdruck in das schöne Zillertal. Beinahe Anfang Oktober, mitten im Altweibersommer also. Eine nicht gerade schmeichelhafte Bezeichnung für die goldene Jahreszeit des Hochtourengehens, zugegeben. Dies wurde aber durch die erschütternde Jugendhaftigkeit der Teilnehmerinnen und den strahlenden Sonnenschein mehr als wett gemacht. Passend zum traumhaften Wetter hab ich mir für die “Gletschetten“ eine ganz besondere Runde ausgedacht. Nach unseren letztjährigen Abenteuern war ich mir natürlich ob der Leistungs- und Leidensfähigkeit der Damenrunde (und Sebastian) bewusst und setzte die Ziele mal gewohnt hoch. In Puncto Vorbereitung wurde meinerseits also alles richtig gemacht, wenngleich ich das vom Gegenüber nicht behaupten kann. Der letztjährig so vielbeschworene “Erdbeerlimes“ (Hää?) wurde tatsächlich in der Münchner Heimat vergessen, was ich wiederum nicht so schnell vergessen kann. Naja, seis drum, nicht das erste Mal, dass ich von den Versprechungen der Damenwelt im Regen stehen gelassen wurde. Alle Hoffnung ruht auf nächstem Jahr. Bergsteigerisch gings über das Floitental auf die Greizer Hütte und von dort am nächsten Tag über wildes und wegloses, kaum markiertes Steiglein beim großen Löffler vorbei in Richtung Schwarzenstein. Mühsam gings durch lockere Felsplatten und Geröll, bis wir endlich den zu der Jahreszeit blanken und zerklüfteten Gletscher erreichten. Mit Steigeisen auf Gefrorenem gings dann deutlich entspannter durch die Spaltenzone und bald erreichten wir den Sattel unterhalb des Gipfels, wo uns die ersten Sonnenstrahlen begrüßten. Die folgende spannende Firnflanke trieb uns nochmal die Schweißperlen auf die Stirn und das Adrenalin ins Blut, bevor wir das große Gipfelplateau erreichten. Von hier wars nur noch ein Katzensprung auf den wunderschönen Aussichtsgipfel, mitten in den Zillertalern.Nach langem aber wunderschönem Abstieg erreichten wir Abends endlich die Berliner Hütte, wo die Damen ihre dampfenden Füße mit einem lauten Zischen ins eisige Gletscherwasser tauchen konnten – kein wunder nach fast 10 Stunden auf den Beinen. Die Abendliche Entspannungs-UNO-Session in den ehrwürdigen Hallen der Berliner Hütte wurde nur durch einen kleinen Zwischenfall getrübt. Die Kathrin hatte nämliche in einem Akt der puren Boshaftigkeit einfach die Adiletten eines (Zitat) “Opfers“ (Zitat Ende) an sich gerissen. Dieser ließ das aber nicht mit sich machen und durchstöberte die ganze Hütte nach seinen Schätzen. Doch nach einer kleinen Aussprache mit dem Bestohlenen glätteten sich die Wogen schnell und wir konnten beruhigt zu Bett gehen. Der nächste Tag hielt ja noch ein großes Ziel, nämlich den “Unbesteigbaren“, die Zigmondyspitze für uns bereit. Raufkommen war da aber weniger das Problem als wieder runter. Der Abstieg über die “Gunggl“ schlägt nämlich mit satten 2100 Höhenmetern zu Buche. Aber der Tag will ja ausgenutzt sein und so erreichten wir müde aber glücklich nach dieser traumhaften Runde gegen 1800 unser Auto in Ginzling. Eine großartige Hochtour ging damit zu Ende, die wohl an Abwechslung kaum zu überbieten ist. Für das nächste Jahr hoffe ich dann auf die Einhaltung des “Rumtopfversprechens“ und freu mich schon auf den nächsten Ausflug mit den Gletschetten!Andi

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