Sommer Winter

YOSEMITE MEHR GRANIT GEHT NICHT…

Nach einer super abwechslungsreichen Saison von Hochtouren und Klettereien wurde es wieder Zeit sich Gedanken zu machen wo die Herbst Kletterreise hingehen sollte? Nach Erzählungen von Freunden und Kollegen die schon am Kalifornischen Granit Hand angelegt haben stand der Entschluss bald fest „Yosemite“ do muast hin“.

Jetzt heißt es Flüge vergleichen und das beste rausholen, auch ein Mietauto musste Organisiert werden ein GMC Yucon sollte es sein. Von Zuhause aus ging es mit der Bahn nach München, sozusagen das letzte mal unseren Ökologischen Fußabdruck hinterlassen bevor es dann übern großen Teich sowieso zu spät ist. Beim Check In funktionierte der altbewährte „Schmäh“ wunderbar, und so konnten wir den Flug ohne teures Übergepäck nach San Francisco antreten. Die Einreise klappte wie am Schnürchen, leider nur für Berni und mich, Maria und Christoph wurden vom Personal mit verdächtig langen Handschuhen ordentlich schikaniert und konnten erst 3 lange Stunden danach einreisen.

Am nächsten Tag wurden die letzten Ausrüstungsmängel (Campingsessel) behoben und unser GMC so richtig be(über)laden. Die nächsten 4 Stunden ging es landschaftlich relativ unbeeindruckt Richtung Yosemite Valley. Doch das sollte sich bald ändern als uns der erste Blick auf den „El Capitan“ gewährt wurde.

Als wir direkt unter dem“ El Cap“ standen war der Kletterspirit zu spüren und man kommt aus dem staunen einfach nicht mehr raus. Jetzt heißt es mal einchecken in das berühmte Camp 4 der legendäre Kletterhotspot im Valley. Die erste Nacht verbrachten wir schlafend in der Warteschlange unter freiem Himmel, bevor wir unser Platzerl beziehen konnten.

Am Anfang steht mal in erster Linie gewöhnen an den Fels und vor allem gewöhnen an das Rissklettern. Man könnte meinen klettern ist gleich klettern aber da täuscht man sich gewaltig und wir wurden gleich eines besseren belehrt. Die Disziplinen könnte man mit American Football und Rugby vergleichen, für den Leihen fast das gleiche aber eigentlich zwei unterschiedliche Sportarten.

Ein paar Mehrseillängen Routen später kommt der gewünschte Touch und es wird Zeit für unsere erste mini trainings Bigwall. Bevor es aber losgehen kann heißt es sich Gedanken machen was essen wir, wie viel braucht man zu trinken und wo und wie geht man mitten in der Wand aufs Klo. Nach ein paar Einkäufen im perfekt sortierten Klettershop später stand der Plan fest und es konnte losgehen. Jedes Team ausgerüstet mit 2 Haulbags konnten wir die ersten 3 Seillängen perfekt hinter uns bringen und waren auch schon oben am Schlafplatzl angekommen. Portaledge aufgebaut Isomatten ausgerollt und noch schnell 3 Seillängen fixiert damit der nächste Tag dann nicht ganz so lange wird. Bis auf einen „kleinen“ Abgang vom Berni verbunden mit einem beleidigtem Seitenband konnten wir den 2. Tag gut hinter uns bringen und wir waren gerüstet für etwas größeres.

Die Zeit schritt voran und auch das sonst Perfekte Wetter kündigte Mitte der Woche „Gott sei Dank“ mal einen Regentag an. So wurde die ein oder andere Seilschaft abgehalten in die Route einzusteigen und wir hatten freie Bahn. Mit vollen Haulbags spazierten wir Richtung El Capitan zum Einstieg der Route Freerider einer Tour die alles zu bieten hat das ein Kletterherz höher schlagen lässt. Von Perfekter Risskletterei bis zu steilen Verschneidungen und ziemlich beängstigenden Kaminen bzw. Offwidths war alles dabei.

Was soll man sagen wenn man ca. 120 kg durch eine 1000 m Wand schleift? Es wahr hart!!! Aber jeder einzelne Meter hat sich zu 100% gelont. Es ist einfach Magic die Ausgesetztheit sei es beim Klettern oder auch in der Nacht bei so manch mittelmäßigem Biwak zu erleben. So konnten wir dann 4 Tage später mega happy am Gipfel des El cap Aussteigen und gemütlich ins Camp 4 absteigen. Zeitlich perfekt getimed begann es am Abend zu Schütten und die Berge hatten am nächsten Morgen ein weißes Kleid an.

Unseren Trip machten wir mit 3 Tagen in den Red Rocks und einer ziemlich abgefahrener Nacht in Las Vegas perfekt. Ich war mega happy nach 3 Wochen klettern wieder nach Hause zu kommen und den Rest der Gang in die Arme zu nehmen.

Vielen Dank für eine geile Zeit an das Team Oberpinzgau und auf jeden Fall Yosemite wir kommen wieder!!!

Merci und jetzt fü spass beim Wedeln

Greets markus

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