Sommer Winter

Piz Roseg NO-Wand

Piz Roseg NO-Wand

Zwei Pickl und a gfiariga Schnee – Juchee!“… des is halt a guate Idee!“ In den Zeilen die du jetzt gerade liest ist so gut wie alles gestohlen. Der Titel wurde frech kopiert und adaptiert, stammt ursprünglich aus dem wunderbaren deutschen Liedgut. Und auch die Idee, von der die Rede ist, stammt in dem Fall nicht von mir, sondern vom Holger. Da kann man aber ruhig mal ein Auge zudrücken in Anbetracht eines fantastischen Wochenendes in der Berninagruppe, an dem wiederum nichts gelogen ist.Holger war vor einigen Wochen schon mal mit Markus unterwegs, um den Großglockner auf einem seiner imposantesten Linien, der Pallavicini Rinne, zu besteigen. Viele Leute hätten nach dieser “Dröhnung“ wohl für längere Zeit wieder genug vom steilen Eis. Nicht jedoch der bewundernswert motivierte Holger, der gleich mit der nächsten Idee um die Ecke kam: Piz Roseg Nordostwand – eine klassische 600 Meter Eis-und inzwischen Felswand im Engadin, die vor allem als Unglücksstelle des berühmten Steilwand-Schifahrers Heini Holzer traurige Berühmtheit erlangte.Doch da waren wir heil froh, dass wir nicht auch noch die Schi am Rucksack hatten, als wir am längsten Tag des Jahres schon um 1:30 in der Früh auf der Tschierva Hütte aufbrachen. So stolperten wir die ersten drei Stunden unseres Aufstieges in der Dunkelheit über den sehr spaltigen Tschierva Gletscher hinauf an den Fuß der imposanten Wand. Mit ihrem knapp 60 Grad steilen Eis, teilweise mit Felsen durchzogen, lag nun dieses Teil vor uns und wartete darauf, dass wir uns an ihm versuchen. Flott konnten wir das erste Drittel in bestem Trittfirn am kurzen Seil hinter uns lassen und standen vor der Schlüsselstelle, dem “Felsriegel“. Bei gelegentlichem Funkenflug im Zusammenspiel von Fels, Steigeisen und Eispickel schwindelten wir uns behutsam über die heiklen Passagen, wonach uns “nur“ noch 300 Höhenmeter fast blanken Eises vom markanten Gipfel des Roseg trennten. Mit langsam schwindenden Kräften und zugegebenermaßen brennenden Wadeln erreichten wir schließlich glücklich die “Schneekuppe“ auf über 3900 Metern. Bei Kaltgetränken und krummen Südfrüchten genossen wir die fantastische Aussicht auf die umliegenden Berge rund um den berühmten Biancograt und Piz Palü, bevor wir den Abstieg über den Eselsgrat begannen. Gratulation an dieser Stelle nochmal an den Holger, der sich wirklich hervorragend in dieser anspruchsvollen Tour bewiesen hat. Somit würde ich die Hochtourensaison als eingeläutet erklären. Solltest auch du von solchen oder auch gemütlicheren Zielen träumen: melde dich und wir begleiten dich gerne auf deinen Abenteuern!

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