Sommer Winter

Omnia casus fiunt – Alles ist das Werk des Zufalls …

Omnia casus fiunt - Alles ist das Werk des Zufalls …

… sprach der Lateiner und der Schitouren begeisterte Anwalt nickt wohl voll Zustimmung nach dem vergangenen Wochenende. Glück braucht man hingegen auf der Zufallhütte im Vinschgau lediglich mit dem Wetter. Sofern die Sonne vom Himmel lacht, servieren die Südtiroler eine Paradeschitour neben der anderen. Und Sonne, davon hatten wir wohl genug in den letzten Tagen.Ins hinterste Martelltal anzureisen ist für den Wiener aber auch Pinzgauer eine tagesfüllende Angelegenheit. Der kurze Hüttenzustieg, fürstliche Bewirtung durch Wirt Ulli, Vino Rosso und das berühmte Alpenglühen tragen aber dann wieder zu einem entspannten Ausklang bei.Relativ früh brachen wir auf am ersten Tag unseres Ausfluges, um den frisch gefallenen Schnee genießen zu können. Die Hektik am frühen Morgen und die für seine Gefährten ungewohnte Umgebung nutzte der findige Alexander A. gleich schamlos aus. Um sein eigenes Beinkleid zu schonen, riss er sich kurzerhand die Einser-Panier des Chris unter den Nagel und lief voller Stolz mit der nigelnagelneuen Hose des flammenden Rapidlers auf. Der ließ – Gott sei Dank – die Fußballer-Attitüden vorerst stecken – das Gelächter war groß und der Grundstein für einen unterhaltsamen Tag gelegt.Richtung Veneziaspitze unterwegs, gewannen wir einen wunderbaren Überblick über das große Potential des Gebiets. Imposante Eindrücke von Ortler, Königsspitze und Cevedale ließen unsere Herzen höher schlagen und voll Vorfreude an die Schwünge der kommenden Tage denken. Doch das Hier und Jetzt – Sonnenschein und Pulverschnee – wollte auch genutzt werden. So ließen wir es krachen auf den nordseitigen Hängen hinunter Richtung Hütte, wo das Sonnendeck und Weihenstephans Feinstes auf uns wartete.Leidergottes wurde die Nachmittagsruhe dann von einem profanen Diebstahl beeinträchtigt. Dem Sebastian seine Felle wurden tatsächlich – laut seiner überzeugenden Aussage: „…vom Belag meiner Schier NACH der Abfahrt gestohlen.“ Nach einigen verwunderten Blicken fanden wir heraus, dass der Dieb scheinbar anschließend die Felle wieder in Sebastians Rucksack verstaut haben muss. Der Verbrecher ließ den Tatbestand aussehen, als ob der Wastl selbst sie schon oben am Ende des Aufstieges dort verpackt hätte. Ein äußerst hinterfotziges Spiel wurde hier getrieben und der gute Ausgang war wohl der anwaltlichen Routine im Umgang mit Rechtsbrechern geschuldet.Nach der Aufregung des ersten Tages verliefen die Touren Richtung Cevedale und Madritsch Spitze dann ganz harmonisch. Beeindruckt nicht nur von den Panoramen … auch von den Kriegsschauplätzen des ersten Weltkrieges, der hier noch immer mit Kanonen und Stacheldraht seine Spuren erkennen lässt. Imposante Gletscherhänge im Norden und feinster Firn auf der Sonnenseite machten aus diesen Tagen ein Gesamterlebnis, von dem wir noch lange zehren werden.Drei Bilderbuch Tage gingen schließlich mit einer super Firnabfahrt von der Madritsch Spitze zu Ende und rufen nach einer Neuauflage 2019, vielleicht im hohen Norden Norwegens?

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