Sommer Winter

Aksels Backyard …

Aksels Backyard ...

Wenn ich jetzt anfange über den letzten Winter zu schreiben, da werden einige sicherlich vor Enttäuschung und Ärger zusammenzucken. Dennoch möchte ich das leidige Thema kurz aufgreifen, da ganz aktuell ein kleiner Bewegtbildbeitrag zu dem Thema entstanden ist.

Die Weltcup- und Olympiasaison war just Geschichte, da zogen die Nordmannen von Field Production aus, um zum wiederholten Male gemeinsam mit Skistar Aksel Lund Svindal ein paar Leckerbissen des Schifilms zu produzieren. Bühne dafür sollten diesmal aus vor allem pragmatischen Gründen die heimischen Nordalpen sein. Doch unbarmherzig mild und schneearm zeigte sich der vergangene Winter auch gegenüber den Norwegern, die mit Bene Mayr, Asmund Thorsen, und Matthias Haunholder noch drei weitere Hochkaräter des Gleitholzsports im Schlepptau hatten.

Die an sich ja nie schlechte Idee des hubschrauberunterstützten Schilaufs scheiterte in den Schweizer Alpen leidergottes an unbefriedigenden Schneeverhältnissen. So schwenkte das Team schnell um und beschloss, das klassische Freeriden ein wenig hinten anzustellen und ins Schibergsteigen hinein zu schnuppern.

Mit dem Großglockner schüttelte der Projektbetreuer Bernd K. alsbald ein passendes Ziel für die Gruppe aus dem Ärmel und ab gings nach Kals in Osttirol, wo sich unsere Wege schließlich kreuzten.

Ein Filmteam reist bekanntlich nicht mit allzu leichtem Gepäck. Es mussten also erst die erschreckend teuren Kameras, Objektive und “Rigs“ in den Rucksäcken verstaut werden, bevor es los ging. Gehemmt von allerlei Aufnahme-Päuschen und Blasenverklebungen trafen wir schließlich bei Sonnenuntergang auf der Stüdlhütte ein.

Da vor allem im Filmbusiness nur der frühe Vogel den Wurm fängt, begannen wir schon sehr zeitig am nächsten Morgen mit dem Aufstieg in Richtung Gipfel. Ein zweites Kamerateam stieg indes von Heiligenblut aus auf die Franz-Josefs-Höhe, um quasi vom Gegenhang unsere Abfahrt übers Hoffmannskees zu filmen.

Den windigen Verhältnissen zum Trotz erreichten wir bald den oberen “Bahnhof“ unter dem “Leitl“, wo die Schwierigkeiten beginnen. Den steilen und zum Teil ziemlich ausgesetzten Gipfelgrat haben die Jungs dann zwar mit ein wenig schlotternden Knien, aber dennoch souverän gemeistert. Lediglich Aksel – die Info über seine Anwesenheit hat sich Stille-Post-Mäßig am Berg flott verbreitete – wurde hie und da von fotogierigen Fans am Rand des Abgrundes belagert. Glücklich und zu Recht ein wenig stolz standen wir wenig später alle am Dach von Österreich!

Die Abfahrt hingegen zeigte sich auch diesmal wieder von ihrer grimmigen Seite. Die ursprüngliche Linie über das anspruchsvolle “Lammer Eisfeld“ direkt hinunter auf die Pasterze legten wir ob der kniehohen Windgangeln ad acta. Doch auch übers Hoffmannskees kam bei eher harten Schneeverhältnissen statt großer Freude eher ein Schütteltrauma auf. Das hinderte den Kameramann dennoch nicht, die 150 tausend Euro Kamera in die Hand zu nehmen und rückwärts über den Gletscher hinunter zu heizen. Der Könner ruht in sich und lässt sich von teurem Gerät offenbar nicht einschüchtern.

Mit der weisen Erkenntnis, dass Filmteams auch nicht nur im Pulver fahren, trudelten wir nach etlichen Stunden des Rausschiebens über die Glocknerstraße endlich in Heiligenblut ein. Ein wenig gezeichnet von den Strapazen räumten die Jungs dann schließlich doch ein, dass sie die verbleibenden zwei bis drei Tage wohl eher ein wenig ruhiger angehen werden: “Post Production“ nennt man das wohl.

Das Video zum eben Beschriebenen: CLICK HERE 4 VIDEO!

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